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10.7.2003 - Statt "Kreidephysik" handfeste Geräte"Was lange währt, wird endlich gut", stellte Reinhold Schneider, Leiter der Beruflichen Schulen, fest und freute sich, dass der lange gehegte Wunsch der Schule, über ein Fachlabor für die Ausbildung im Gas-, Wasser-, Zentralheizungs- und Lüftungsbau zu verfügen, jetzt in Erfüllung ging. Nur Dank der vom Innungsvorstand im Sanitär- und Heizungsbaugewerbe hergestellten Kontakte sowie der Unterstützung der Fachfirmen Vaillant, Buderus und Hansa sei es gelungen, den von schulischer Seite für die Ausstattung des Unterrichtsraumes zur Verfügung gestellten Finanzrahmen von 75 000 Euro nicht zu überschreiten, betonte Schneider. Darüber hinaus habe das Unternehmen Sanitär Schmitz, Remagen, mit seinen profunden Kenntnissen im Bau von Laboreinrichtungen tatkräftige Hilfe geleistet. Vorbei sei die Zeit, in denen Lehrkräfte den Auszubildenden technische Vorgänge in einer Art "Kreidephysik" vermitteln mussten. Wie in der Berufspraxis sei es in Groß-Gerau jetzt möglich Messungen durchzuführen, Steuerungen zu testen, Einstellungen zu verändern und Fehler zu suchen, so Schneider, der ankündigte, dass mit Beginn des neuen Schuljahres über 100 Schüler in dem Labor an handelsüblichen Geräten und Einrichtungen ausgebildet würden. Darüber hinaus seien die Einrichtungen des Labors wichtiger Bestandteil der Gesellenprüfungen, die nun ebenso unter verbesserten Bedingungen stattfinden könnten. Der Weitblick der gemeinsamen Aktivitäten in Sachen Fachlabor zeige sich zudem darin, dass es durch das bundesweit realisierte Zusammenlegen und umfassende Modernisieren der Berufe Gas- und Wasserinstallateur sowie Zentralheizungs- und Lüftungsbauer ab kommendem Schuljahr nur noch das neue Berufsbild "Anlagenmechaniker für Sanitär- und Heizungstechnik" gebe, das technisch höchst anspruchsvoll sei und somit eine weitere Herausforderung für Schule und Ausbildungsbetriebe darstelle, so Schneider.
Nel |