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Feind ist, wer anders denkt!
Diese Maxime des Ministeriums für Staatsicherheit der ehemaligen DDR (Stasi) war das Thema eines Projekttages, der an den Beruflichen Schulen Groß-Gerau stattfand. Eingeladen durch den Geschichtslehrer Herrn Damm und das Hessische Institut für politische Bildung, führte Frau Krauß von „Die Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik“ durch den Vormittag, begleitet durch Kollegen der Schule. Nach einem Einführungsvortrag und einem Lehrfilm für frühere Mitarbeiter stellten sich die Schüler der 13. Jahrgangsstufe anhand von drei Fallbeispielen, die aus Unterlagen der Stasi stammten, gegenseitig die in Gruppen erarbeiteten Ergebnisse vor. Der mit Spannung erwartete Zeitzeuge Herr Richter vermittelte den Schülern ein sehr anschauliches und eindrückliches Bild seiner Erziehung in der DDR, welche die Grundlage für seine Flucht und spätere Verurteilung, sowie seine Tätigkeit als Fluchthelfer war. Das Feedback durch die Schüler war durchweg positiv. Für sie war zum einen die Organisationsform als Projekttag erfreulich, die es ermöglichte „Geschichte anders als aus dem Lehrbuch“ zu erlernen. Außerdem erwähnten die Schüler die Tatsache, dass sie sich emotional von einem Zeitzeugen stärker ansprechen lassen konnten und durch eine konkret betroffene Person eine größere Plastizität von Geschichte erreicht wird. Hinzugefügt werden muss auch die positive Rückmeldung der Referenten, die das besondere Engagement und Interesse der Schülergruppe wahrgenommen und im Abschlussgespräch hervorgehoben haben. |