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"Lernen in und aus der Praxis" Berufliche Schulen - Neuer Direktor Martin Gonnermann nun auch offiziell im Amt GROSS-GERAU. "Die Beruflichen Schulen in Groß-Gerau auf Erfolgskurs halten, das ist das gemeinsame Ziel meiner und unserer Arbeit", formulierte,der neue Direktor, Martin Gonnermann, während seiner Einführungsfeier das gemeinsame Credo für die Zukunft der Institution. Zwar ist der 52 Jahre alte Pädagoge bereits seit Beginn des Schuljahrs im Juli 2009 als Schulleiter tätig, doch erst am 30. April war der Transfer Gonnermanns vom Wiesbadener Institut für Qualitätsentwicklung an die kreisstädtische Bildungseinrichtung endgültig abgeschlossen. "Dazwischen lag sozusagen meine Probezeit", erläuterte Gonnermann den Zeitraum der Überbrückung, in der erst einmal herausgefunden werden sollte, ob er denn auch wirklich „der Richtige für den Job" sei. Zuvor als Schulinspektor tätig Vier Jahre war er zuvor als Schulinspektor für die beruflichen Schulen in Hessen tätig und vollzog mit seiner Einführung nun den Schritt „von der externen zur internen Evaluation", wie er in seiner Ansprache an die rund 30 Gäste aus Bildung, Politik und Verwaltung betonte. Vom Kultusministerium 2009 ausgewählt, sah sich Gonnermann zunächst einmal als "Fremder", der der Schule von außen zugeteilt worden sei. Doch sei schnell klar geworden, dass eine "fruchtbare und freundschaftliche Zusammenarbeit aller Beteiligter möglich ist", resümierte Gonnermann. Gemeinsame Zielsetzung dieser Zusammenarbeit sei nun vor allem die Weiterentwicklung des zuvor sehr zentral geleiteten Systems in Richtung einer größeren Eigenverantwortung der einzelnen Akteure. Dabei solle die Schul- und damit vor allem die Unterrichtsentwicklung vorangetrieben und der "Aufbau einer Feedback-Kultur" gefördert werden. Essentiell für die Erreichung dieser Ziele seien vor allem eine gute Lehrer-Schüler Beziehung, die Umsetzung der Merkmale guten Unterrichts sowie das „Lernen in und aus der Praxis". Im zurückliegenden Jahr seien diesbezüglich bereits erste Erfolge verbucht worden. So wurden Beziehungen zur Handwerkskammer Rhein-Main intensiviert, ein schulinternes Intranet aufgesetzt und die Einführung des Fachs Umwelttechnik in naher Zukunft beschlossen. Auch was die bauliche und mediale Ausstattung der Einrichtung betrifft, sei einiges verbessert worden, so Gonnermann. Der frisch gebackene Direktor tritt mit seiner Einführung nun auch offiziell das Erbe seines Vorgängers Reinhold Schneider an. In seinen Ausführungen lobte Gonnermann den 2009 nach 20 Jahren Schulleitungsfunktion verstorbenen Schneider als "kompetenten Schulleiter und Mann mit höchster Qualitätsanforderung an sich und das System", auf dessen wertvollen Rat er nun leider nicht mehr zurückgreifen könne. Dennoch zeigte er sich zuversichtlich, dass alle Beteiligten auf dem richtigen Weg seien, die Beruflichen Schulen als zentralen Anziehungspunkt in der Region weiter zu stärken. dkl Groß-Gerauer Echo 29.05.2010 |