Berufliche (Aus-)Bildung im Wandel durch Digitalisierung

Prof. Dr. Ralf Tenberg über den Wandel des beruflichen Bildungsbereichs durch die Digitalisierung. 

Andreas Haupt und Prof. Dr. Tenberg

Zahlreiche Zuhörerschaft

Herr Gonnermann und Prof. Dr. Tenberg

Am Montag, den 12.11.2018, konnten sich die Beruflichen Schulen Groß-Gerau über den Gastredner Prof. Dr. Ralf Tenberg, Dozent der Technikdidaktik an der TU Darmstadt, freuen. Er berichtete über den Wandel des beruflichen Bildungsbereichs durch die Digitalisierung. Nicht nur Lehrkräfte erhielten die Möglichkeit, sich den Vortrag anzuhören, auch Lernende konnten sich informieren und nach dem Vortrag Fragen stellen.

Eingeleitet wurde der Gastvortrag durch Andreas Haupt, der darauf hinwies, dass sich schon Generationen vor uns mit dem Wandel der Zeit befassten. So zum Beispiel verwies er auf die Globalisierung, für welche die Digitalisierung sicherlich keine unwesentliche Rolle spielt.

Herr Prof. Dr. Tenberg stellte zunächst die wichtigsten Etappen der Digitalisierung vor. In den 1980er Jahren wurden die ersten Computer entwickelt. Schon in den 1990ern folgten die ersten Handys. Mit dem Jahrtausendwechsel gingen Social Networking und web 2.0 einher. Bereits 2009 wurde das erste iPhone releast und erste Navigationsgeräte am Markt etabliert. In den letzten Jahren wurde die Technologie erweitert und Tablets, Apps sowie Smart Features fanden ihren Weg im Rahmen der Digitalisierung.

Daten sind mittlerweile nicht mehr nur 24/7 abrufbar, auch die Cloudisierung ist ein Merkmal der Digitalisierung. Sharing Economy hat sich durch beispielsweise Netflix einen Namen in der digitalen Transformation gemacht.

Neuerdings entwickelt sich der Trend Industrie 4.0. Als 4. Stufe der industriellen Revolution werden nach und nach cyber-physische Produktionssysteme genutzt. Doch was bedeutet dies für den Menschen?

Der Gastredner Herr Prof. Dr. Tenberg führte aus, wie wichtig „neue“ Kompetenzen durch die digitale Transformation seien. Technik-Spezialisten benötigen nun mehr digitale und nicht-digitale Schlüsselqualifikationen. Gerade in der Schule können die neu geforderten Kompetenzen durch Notebook-Klassen sowie Programmierkurse gefördert werden. Die Voraussetzung für diese Ansätze besteht in einem Highspeed-Internet, welches an Schulen genutzt werden sollte.

Vor allem aber lasse sich, so Tenberg, mit den Naturwissenschaften die Komplexität de technik verstehen und logisches Denken fördern. Um aber dauerhaft den ständig wechselnden Anforderungen gerecht werden zu können, bedarf es der lebenslangen fortlaufenden Informationskompetenz. 

Top