Besuch aus Fernost an den Beruflichen Schulen Groß-Gerau

Bereits zum 6. Mal begrüßten die Beruflichen Schulen Groß-Gerau eine Gruppe von chinesischen Austauschschülerinnen und -schülern in Südhessen.

 

Headmaster Minqi Zhuang und Schulleiter Martin Gonnermann

Karl-Marx-Denkmal in Trier

BG-Schülerin Thalea und ihre chin. Austauschpartnerin Hanni

Gemeinsames Kochen und Essen in der Gastfamilie

in Frankfurt a.M.

Stadtführung durch Frankfurt a.M.

Besuch der Grube Messel

Deutsche Küche erleben

deutsche Gemütlichkeit

v.l.: Herr Shu, Herr Gonnermann und Austauschkoordinator Herr Henkel-von Klaß

Geselliger Abschlussabend mit Grillen und Darbietungen

Vorbereitung auf den Tanz

Vom 8. bis 13. August 2018 konnten 14 Teenager der Industrial-Commercial Tourism School Xiamen das deutsche Schulsystem und die Kultur der Rhein-Main-Neckar-Region hautnah erleben. Begleitet wurde die Gruppe vom Schulleiter der chinesischen Berufsschule, Herrn Minqi Zhuang und der Lehrkraft Herr Xunshan Zhu.

Den Besuchern wurde neben Einblicken in die Arbeits- und Lernkultur an einer deutschen Berufsschule auch ein abwechslungsreiches Sightseeing- und Unterhaltungsprogramm geboten, u. a. eine Fahrt nach Trier, nach Frankfurt a.M. und der Besuch des Weltnaturerbes Grube Messel.

Durch die Grube Messel führte Herr Schütz vom Besucherzentrum. Mit Geruchsproben nach Kakao, Zimt und Lorbeer versetzte er alle in die Pflanzenwelt vor 48 Millionen Jahren, in der es an dieser Stelle ein Meer gegeben hatte. Zu dieser Zeit herrschte subtropisches Klima, was die Fossilienfunde von Krokodilen und Palmen erklärt. Der im Grubengelände installierte Brunnen lieferte eine willkommene Erfrischung. Er geht auf eine 400 m tiefe Erkundungsbohrung zurück und mit dem stark schwefelhaltigen Geruch ist er ein Zeuge des vulkanischen Ursprungs der Grubenform. Mit Begeisterung konnten am Ende der Führung die Fossilien in den eigenen Händen betrachtet werden.

In Trier stand neben dem Besuch des Konfuzius-Instituts der Universität Trier eine Stadtführung auf dem Programm. Das Highlight bildeten die Karls-Marx-Statue, der Besuch des Geburtshauses des aus Trier stammenden Philosophen und Gesellschaftstheoretikers sowie der Besichtigung des Doms und der Basilika.

Der Besuch der chinesischen Schülergruppe in Deutschland war auch der Start eines gemeinsamen Projekts: die Zukunftswerkstatt 2025+. In Anlehnung an den Entwicklungsplan »Made in China 2025« entwarfen die Jugendlichen in Arbeitsgruppen gemeinsam Szenarien für denkbare Entwicklungen in den nächsten zehn Jahren, z.B. in den Bereichen Transport, Umweltschutz, Kommunikation und künstlicher Intelligenz. Was mit einem Brainstorming den Anfang machte, wurde darauffolgend mit Ideen praktischer Anwendungsbeispiele illustriert: Welche Maßnahmen etwa könnten getroffen werden, um den wachsenden Plastikmüll und unseren Weltmeeren einzudämmen? Mit welchen Technologien lassen sich Verkehrsstaus in Zukunft beseitigen? Werden Berufe bzw. bestimmte Dienstleistungen, wie wir sie noch heute kennen, bald durch computerisierte Systeme und Drohnen ersetzt?

Die Zukunftswerkstatt wird auch über den Besuch der Chinesen hinaus weiterarbeiten: Die erdachten Szenarien werden durch Recherchen geprüft, angepasst oder ergänzt. Es werden Fragen zu klären sein: Wie weit ist die Entwicklung der Automatisierung tatsächlich? Welche Prognosen sind realistisch? Welche Konzepte liegen bereits vor und finden schon praktische Anwendung im Umweltschutz und Verkehr? Sowohl die chinesischen als auch die deutschen Schülerinnen und Schüler werden in den nächsten Monaten unterrichtsbegleitend weiterforschen. Die Partner halten dabei Kontakt miteinander und tauschen sich aus über ihre jeweiligen Rechercheergebnisse. Dank Smartphones und mobiler Internetanbindung sind Sprachunterschiede und geografische Entfernungen dabei zu überwindbaren Hürden geworden.

Am ihrem letzten Abend in Groß-Gerau wurde mit den Austauschpartnern und deren Eltern gegrillt und die chinesischen Austauschschüler begeisterten mit der Präsentation einer Tee-Zeremonie und traditionellen Tänzen in Kostüm und Maske. Gemeinsames Tai-Chi und ein Fußballspiel zeigte, wie vertraut und herzlich sich die Schülerinnen und Schüler in der kurzen Zeit geworden waren.

Am Freitag ging eine abwechslungsreiche Woche zu Ende. In einer abschließenden Feedback-Runde wurde sowohl von den Gästen aus China als auch von unseren deutschen Schülerinnen und Schülern geäußert, dass Englisch als gemeinsame Sprache zur Verständigung schon geholfen habe, beide Seiten ihre sprachlichen Fähigkeiten aber unbedingt noch vertiefen wollen. Der Austausch war für alle eine wunderbare Erfahrung und eine große Motivation sich vertieft mit der jew. Sprache und Kultur der anderen auseinanderzusetzen

Zu einem persönlichen Wiedersehen kommt es im Frühjahr 2019: Dann reisen die deutschen Schülerinnen und Schüler zum Gegenbesuch ins Reich der Mitte.

Hier geht's zu Bildern aus der Zukunftswerkstatt

 

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