Die Schulleiter der beruflichen Schulen in Groß-Gerau von 1925 bis heute

Entwicklungsgeschichte der beruflichen Schulen in Groß-Gerau

1418Erste urkundliche Erwähnung einer "Schule zu Gera" als Bürgerschule
1838 Beginn einer "Handwerker- und niederen Gewerbeschule" als Sonntags-Zeichenschule
1846 Eröffnung der "Anstalt für höhere Bildung von Gewerbetreibenden"
1865 Aufbau einer Handwerker-, Winterbau- und Fortbildungsschule durch den Gewerbeverein Groß-Gerau

Über 125 Jahre berufliche Schulen in Groß-Gerau

1875 Einführung der Fortbildungspflicht für Knaben nach Großherzoglichem Dekret in Groß-Gerau; erste Anfänge der heute üblichen Berufsschule
1884 Eröffnung einer Maschinenzeichenschule durch den Gewerbeverein Groß-Gerau
1922 Die Berufsschule im heutigen Sinne als Teilzeitberufsschule beginnt. In Groß-Gerau besuchen rd. 300 Knaben und Mädchen fünf gewerbliche Klassen, eine kaufmännische Klasse und drei Mädchenklassen. Die Berufsschule war in der heutigen Schillerschule untergebracht.
1933 Die Berufsschule hat neun hauptamtliche Lehrkräfte, die in 26 Klassen rd. 600 Schüler unterrichten.
1945 Am Ende des Krieges wird die Berufsschule vollständig verwüstet und geplündert. Ein Jahr später erfolgt die Wiederaufnahme des Unterrichts mit zehn Lehrkräften. Die Zweigstellen der Schule sind über den gesamten Kreis auf elf verschiedene Ortschaften verteilt.
1949 Der Wasserturm wird Schulgebäude der Berufsschule mit sechs Klassenräumen und einer Malerwerkstatt. Weiterer Unterricht fand in Groß-Gerauer Gastwirtschaften statt, ebenso zeitweise im Sitzungssaal des Rathauses.
1954 Die Kreisberufsschule erhält erstmals seit ihrem Bestehen ein eigenes Schulgebäude entlang der Sudetenstraße. Schulträger ist nun der Kreis Groß-Gerau. Weil Geld knapp ist, übernehmen ortsansässige Handwerker mit ihren Schülern den Innenausbau.
1956 Durch Erlass des Hessischen Kultusministeriums wird die Zweigstelle Rüsselsheim selbständige Berufsschule.
1964 Das heutige Hauptgebäude mit Turnhalle bzw. Aula entlang der Darmstädter Straße wird nach Fertigstellung für den Unterrichtsbetrieb eröffnet.
1967 Die Werkstätten entlang der Sudetenstraße und die Hausmeisterwohnung sind fertiggestellt und werden in Betrieb genommen.
1968 Das Hessische Kultusministerium errichtet die "Landesstelle Hessen für gewerbliche Berufsförderung in Entwicklungsländern". Sie wird der Kreisberufsschule Groß-Gerau angeschlossen.
1977 Die neue Elektrowerkstatt und das Gebäude für die Berufsfelder Körperpflege und Gesundheitswesen werden in Betrieb genommen.
1985 Die neuen Kfz- und Malerwerkstätten sind fertiggestellt und werden übergeben.
1990 Das Hessische Kultusministerium genehmigt die Einrichtung des Beruflichen Gymnasiums als weitere Schulform sowie neue Fachrichtungen und Schwerpunkte an anderen weiterführenden Schulformen.
1995 Die Opel-Berufsschule wird aufgelöst, ihre Schüler in beide berufliche Schulen des Kreises integriert. Gleichzeitig erfolgt eine neue Aufteilung von Berufen in den Berufsfeldern Metalltechnik, Elektrotechnik und Wirtschaft.
1997 Ein alle Gebäude und Einrichtungen umfassender Um- und Erweiterungsbau der Schule beginnt. Wegen fehlender räumlicher Ausweichmöglichkeiten kann dies nur im laufenden Unterrichtsbetrieb geschehen.
2000 Der Erweiterungsbau des Wohnheims der Landesstelle Hessen wird eingeweiht. Für die Regierungsstipendiaten gibt es nun über 60 Einzelzimmer und viele Gemeinschaftseinrichtungen. Die Bausumme beläuft sich auf rd. 4,5 Mio DM.
2005 Nach der größten Umgestaltung der Schule seit ihrem Bestehen sind nun die Berufsfelder und Schulformen räumlich zusammengefasst, die Infrastruktur auf einen hohen technischen Stand gebracht, die Lehr- und Lernmittel grundlegend modernisiert. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rd. 18 Mio Euro.
Die Schule umfasst nun rd. 2700 Schüler, 126 Klassen, 127 Lehrkräfte und neben der dualen Berufsausbildung noch weitere sechs verschiedene Schulformen.

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