Planspiel der Vereinten Nationen - MUN-SH

BSGG entsendet Delegation zu Simulation der Vereinten Nationen

Die Delegation der BSGG

Der Ort der Simulation - Der Kieler Landtag

Globale Ziele - Bei MUN-SH nicht nur zum Sitzen

Model United Nations Schleswig-Holstein, kurz MUN-SH, ist ein Planspiel der Vereinten Nationen für Schüler*innen und andere junge Menschen zwischen 15 und 21 Jahren. Es findet jährlich im März in Kiel statt.

Eine Veranstaltung wie jede andere? – Das denkst du vielleicht jetzt noch!

Die Veranstaltung ist auf mehrere Arten außergewöhnlich: Wo hast du sonst die Möglichkeit, für fünf Tage als Delegierte*r die Interessen eines UN-Mitgliedstaates zu vertreten und mit einem Gremium wie bei den echten Vereinten Nationen durch den gesamten Kompromiss- und Verabschiedungsprozess zu gehen? Wo kannst die Stimme der Zivilgesellschaft für große Themen wie Flucht und den Klimawandel sein?

Wenn du noch nicht überzeugt bist: Wo sonst könntest für fünf Tage Journalist*in sein? In Text, Film und Moderation kommentierst du bissig, was bei den anderen nicht sehr gut läuft und spielst eine wichtige Rolle, um die Mächtigen in der Simulation zu kontrollieren.

Ich hoffe, ich habe dich überzeugt; denn jetzt soll es darum gehen, wie wir dort hingekommen sind.

In Form einer schulischen AG haben sich drei andere Schüler*innen und ich in zahlreichen Sitzungen auf die Simulation vorbereitet. Hier galt es, sich intensiv mit einem Land seiner Wahl auseinanderzusetzen und die Positionen des eigenen Landes zu diversen Themen vorzubereiten und in Positions- und Arbeitspapieren (Arbeitspapiere sind Vorlagen für Resolutionen, die am Ende der Simulation verabschiedet werden könnten) diese Position festzuhalten. Unter den Themen waren große, wie das Lieblingsthema meiner Klasse im Beruflichen Gymnasium Umwelttechnik, dem Umweltschutz, daneben aber auch Themen wie ein Verbot der Neuentwicklung von Massenvernichtungswaffen und ein Globaler Pakt für Flüchtlinge.

Nachdem wir als Gruppe in der Vorbereitung die Geschichte der Vereinten Nationen, die unterschiedlichen Gremien wie den Sicherheitsrat und die Generalversammlung, Rhetorik und Freies Sprechen behandelt haben, ging es auf eine Reise nach Kiel.

Ziel war es, einen tieferen Einblick in politisches Geschehen zu bekommen. Wir versetzten uns aktiv in die Rolle eines beteiligten Akteures um im besten Interesse seiner Position zu handeln. Konkret hieß das: Als böser Staat ist man böse, auch wenn man gerne anders handeln würde. Meistens macht Böse-Sein aber auch etwas Spaß.

MUN-SH war ein unvergessliches Erlebnis, finden wir, Tom, Marlene, Lionel und ich, die mitfuhren. Die Räumlichkeiten des Kieler Landtages gaben der ganzen Simulation eine wahrheitsgetreue Kulisse und zeigten eine spannende Abwechslung vom Unterrichtsgeschehen daheim. Niemand von uns hat zuvor auf einem echten Parlamentarier*innen-Stuhl mit Länderflaggen-Aufsteller gearbeitet und nach einem förmlichen Verfahren verhandelt. Der Simulationsteil war also eine große Bereicherung.

Wenn man jedoch nach dem Highlight der Woche fragt, würden wir sagen: Der Diplomat*innen-Ball. Um die spannenden Erlebnisse und das lange Tagen ausklingen zu lassen, gab es am Ende der Veranstaltung einen großen Ball. Hier versammelten sich alle Teilnehmenden, um gemeinsam zu feiern. Die weitläufige Kulisse in der Universität Kiel bot ausreichend Platz, um bei Musik, Essen und Trinken einen guten Abend zu haben.

Neben den tollen Erfahrungen in der Simulation und an den Abenden waren auch die Bekanntschaften außergewöhnlich. Mit Gruppen aus Peking, Kairo, Rom und anderen Ländern waren wir nicht nur überrascht, wo alles Menschen Deutsch sprechen, sondern wie unterschiedlich Menschen aus unterschiedlichen Ländern auf Probleme schauen.

Kira Weitzmann (12BGU), Endredaktion A. Haupt

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