Qualitätsmanagement an den BSGG

Die BSGG hat den Status einer selbstständigen beruflichen Schule seit dem 25.03.2014. Bereits im Vorfeld haben wir uns entschlossen, schrittweise ein Qualitätsmanagementsystem (QMS) an unserer Schule einzu-führen. Ziel dieses QMS ist es, dass die BSGG in die Lage versetzt wird, sich eigenständig zu steuern und weiter zu entwickeln. Bei allen Entwicklungsprozessen steht unser Bildungsauftrag im Zentrum unserer Anstrengungen. Wir wollen Verfahren und Instrumente entwickeln, die es uns ermöglichen, pädagogische Veränderungen und Innovationen zielgeleiteter, transparenter und erfolgreicher umzusetzen.

Wir nutzen die Ergebnisse der externen Evaluation, um unser eigenes QMS stetig weiter zu entwickeln. Weiterhin führen wir selbst kontinuierlich und wiederkehrend interne Evaluationen durch. Diese internen Evaluierungen dienen dazu, Daten zu gewinnen. Die Ergebnisse aus diesen Erhebungen nutzen wir, um Stärken und Schwächen zu erkennen. In einem einheitlichen Maßnahmenprozess leiten wir neue Ziele ab, um den kontinuierlichen Verbesserungsprozess an der BSGG aufrecht zu erhalten.

Die Wahrnehmung und Gewährleistung unserer eigenen Qualität stärkt das Selbstbewusstsein und erhöht unser Ansehen in der Region Groß-Gerau und darüber hinaus. Auch im Vergleich unserer Schule zu ande-ren Bildungseinrichtungen in der Region ist ein funktionierendes QMS besonders wichtig. Wir sehen uns aber nicht als Konkurrenten, sondern als gleichberechtigte Partner, die sich auf ihrem Weg gemeinsam un-terstützen. Unsere Schule muss sich durch besondere Schwerpunkte bzw. Qualitäten von anderen Schulen unterscheiden. Deshalb haben wir unser Qualitätsleitbild entwickelt, welches die Grundlage für unser Handeln darstellt.

Ergebnisse der Metaevaluation 2017

Am 11.08.2017 präsentierten Frau Dr. Zurwehme und Herr Höhn von der Hessischen Lehrkräfteakademie die Ergebnisse der Metaevaluation in einer Gesamtkonferenz. Neben vielen Stärken der Schule gibt es aber auch., - wie sollte es anders sein -, auch Verbesserungspotenzial. Verkürzt ergeben sich folgende Aufträge:

  1. Das Qualitätsmanagement soll „gelebt“ werden. Dieser Auftrag geht an die ganze Schulgemein-de. Im Einzelnen zählt dazu, dass das Q Leitbild für die Ableitung von Entwicklungszielen oder für Selbstevaluationen genutzt werden soll, dass die Feedbackprozesse klar sein sollen, dass Leis-tungsergebnisse evaluiert werden und dass die Schülerinnen und Schüler die Wirksamkeit von Be-fragungen erleben sollen.
  2. Die Schulleitung soll Stärken und Schwächen des Personals wahrnehmen. Dieser Auftrag geht an die Schulleitung. Die Schulleitung soll wirksame Verfahren für das Erkennen von Defiziten haben und Stärken und Schwächen klar ansprechen. Für die Fortbildung sollten ein Konzept und eine Planung vorliegen. Ebenso sollte das Beschwerdemanagement überarbeitet werden.
  3. Der Zusammenhang zwischen Schulprogramm und QM soll klarer sein. Dieser Auftrag geht an die Steuergruppe Schulentwicklung. Im Evaluationskonzept soll festgelegt sein, wer wann welches Evaluationsinstrument nutzen soll. Die Q Instrumente sollen in den Regelkreis eingepasst und die Fragestellungen auf die Befragungsgruppen angepasst sein. Das Thema Binnendifferenzierung und Unterrichtsausfall sowie die Verwaltung soll evaluiert werden. Betriebe könnten auch mehr be-fragt werden und in die Auswertung eingebunden werden. Es sollten qualitative Befragungen er-folgen (Interviews, Rating Konferenzen, Reflexionsfragen, SOFT Analysen), Betriebe und Schüler beteiligen, Klassensprecher beteiligen.

Aktuelle Arbeitspakete des Qualitätsmanagement der BSGG

  • Durchführung der Selbstevaluation mit Weiterentwicklung der Evaluationsinstrumente
  • Durchführung und Dokumentation des Individualfeedbacks
  • Ableitung von Zielen und Maßnahmen in QM-Teams in Bezug zum Leitbild
  • Aktualisierung des Beschwerdemanagements
  • Identifizierung von Fortbildungsschwerpunkten und Organisation von schulinternen Fortbildungen
  • Digitalisierung der Prozesse bei wiederkehrenden Abläufen
  • Erstellung eines internen Jahresterminplans Evaluation

Organisation des Qualitätsmanagements an der BSGG

Im Schuljahr 2017/2018 wurde die als starr empfundene Abteilungsstruktur durch eine Bereichsstruktur ersetzt. Die Lehrkräfte agieren in verschiedenen Teams, abhängig davon, wo sie unterrichtlich eingesetzt sind. Die Teams beschäftigen sich hauptsächlich mit der Weiterentwicklung der Unterrichtsqualität oder besonderen Schulentwicklungsprojekten.

Die Steuerung und die Koordination aller Qualitätsprozesse findet in der Steuergruppe der BSGG statt. Die Steuergruppen-Sitzungen finden einmal im Monat statt, hieran nehmen der Schulleiter und die Qualitäts-beauftragten teil. Außerdem ist aus jedem Bereich mindestens ein Vertreter vorhanden.

Projektmanagement an den BSGG

Schulentwicklungsprojekte sind Teil der Qualitätsentwicklung der BSGG. Die Projektthemen ergeben sich aus den Ergebnissen von internen Evaluationen der Schule, aus dem Leitbild, aktuellen Problemlagen, der Zielvereinbarung der Schule und aus den Empfehlungen von Fremdevaluation.

Projekte sind im Gegensatz zu Routinearbeiten einmalige Aufgabenstellungen, die von vielen Einflussfak-toren tangiert werden. Sie haben eine höhere Erfolgsaussicht, wenn sie nach Methoden des Projektmana-gements systematisch organisiert und geführt werden. Abgeschlossene Projekte können als Prozess wei-tergeführt werden, wenn Arbeitsprozesse dauerhaft durchgeführt oder aktualisiert werden müssen. Pro-jekte an den BSGG werden durch Aufgliederung in überschaubare Projektaufgaben transparent und be-herrschbar. Integrierte Fortschritts- und Ergebniskontrolle in allen Phasen eines Projekts unterstützt die Einhaltung gegebener Rahmenbedingungen und ermöglicht, unerwünschten Entwicklungen entgegen zu wirken. Damit ist zugleich ein wesentlicher Beitrag zum sinnvollen Umgang mit vorhandenen Ressourcen geleistet.

Ziel des Projektmanagements ist es, das Projektteam bei der Durchführung von Projekten zu unterstützen und durch eine Standardisierung der Dokumentation zu erreichen. Durch die Statusdarstellung von Projek-ten ist eine Übersichtlichkeit für die Steuergruppe gegeben.

Das PM an den BSGG wird in 5 Phasen gegliedert.

Jede der aufgeführten Phasen markiert dabei einen wichtigen Projektschritt, deren Abschluss einen Mei-lenstein im Projektverlauf. Vor Eintritt in die nächste Phase muss eine Entscheidung über den weiteren Verlauf des Projekts getroffen werden.

  • Die Entscheidungsmöglichkeiten sind:
  • Eintritt in die nächste Phase
  • Phase verlängern
  • Projekt abschließen/abbrechen
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